Die Wildsau – oder Musik muss „etwas erzählen“

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Gesellschaft / Kunst / Saugut / Trüffelschweinthemen

Foto von Marco Borggreve, CC BY-SA 3.0 de, Wikipedia

In einem Bericht der Welt wurde Patrizia Kopatchinskaja einmal als Wildsau unter den klassischen Geigern bezeichnet – schon alleine deshalb darf sie in der Trüffelschweinbox nicht fehlen. Der Bericht hatte mich damals so neugierig gemacht, dass ich Karten für ein Konzert in Würzburg besorgte und sie dort hörte. Sie ist die aufregendste Violonistin unserer Zeit, die ich kenne. Einen kurzen Einblick in das, was sie ausmacht, wie sie über Musik denkt und fühlt, wo die Wurzeln dafür liegen, zeigte der gestern ausgestrahlte Film in 3 SAT. Einen Einblick gibt der Trailer hierzu. Wer immer die Möglichkeit hat, sie auf der Bühne zu erleben, sollte diese Möglichkeit nutzen. Ihr Spiel ist unbeschreiblich und ungeschönt. So kann man auch den Satz von ihr einordnen: „Garage oder Toilette oder Carnegie Hall – mir ist das ganz egal. Ich bin ein Migrantenkind, ich spiele überall, und wenn es zu hallig oder zu trocken ist, dann spiele ich eben kürzere oder längere Töne. Das Heilige ist in einem selbst zu suchen, nicht auf Prestige-Bühnen.“ Peng! Saugut ist in diesem Zusammenhang vielleicht eine seltsame Wortwahl – aber eindeutig!

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